Liebe Stärkendenkerinnen und liebe Stärkendenker,

liebe Leserinnen und liebe Leser,

wie geht es Euch?

Ich weiß, dass die nächste Frage in Anbetracht der COVID-19-Pandemie vielleicht etwas irritiert, aber sie ist mir dennoch wichtig: Was habt Ihr in den letzten Wochen Schönes erlebt?

Die letzten Wochen waren turbulent, wir müssen uns gerade an so vieles anpassen und vieles ist noch ungewiss. Eigentlich gibt es nur noch schlimme Nachrichten um uns herum, und ich denke seit Tagen, dass ich als Fan der Stärkenperspektive einen hoffnungsvollen Blick haben und positiv denken sollte. Und wirklich: Das fällt zwar schwer, aber tatsächlich gibt es in diesem Chaos glückliche Momente. Zudem gibt es in den Sozialen Medien viele Aktionen, die versuchen, die Zeit des Zuhausebleibens und des körperlichen Abstandhaltens zu verschönern. So gibt es viele neue Initiativen und ehrenamtlichen Angebote. Über Soziale Medien und Zettel, die unter Wohnungstüren durchgeschoben oder im Treppenhaus aufgehängt werden, wird Hilfe offeriert, es wird gemeinsam musiziert, gesungen, Sport gemacht und gelacht.

Für die nächsten Wochen habe ich mir deshalb ein neues Projekt gewählt: Ich werde versuchen, in dieser Zeit bewusst wichtige positive Veränderungen zu dokumentieren.

Hier sind schon mal ein paar Links zu interessanten Initiativen:

  • Einkaufshilfen in der Nachbarschaft findet man unter https://nebenan.de.
  • Nachbarschaftshilfe wird über https://gemeinschaft.online
  • Die deutsche Angst-Hilfe e.V. informiert auf der Seite https://www.angstselbsthilfe.de/angstfrei-news/ zweimal täglich über aktuelle Ereignisse, ohne Menschen mit einer Angststörung oder insgesamt Menschen, denen es gesundheitlich (mental oder psychisch) nicht gut geht, zu triggern. Denn die ständigen Nachrichten mit den aktuellen Zahlen der Infizierten und Todesfälle setzen diesen Personengruppen besonders zu.
  • Für eine stärkende Beschäftigung möchte ich ein Kartenset empfehlen, das dabei hilft, auch in schwierigen Zeiten positive Gedanken zu formulieren: https://www.carl-auer.de/media/pdf/innen-leben-kartenset-ebersberger-bohne.pdf

Damit die Pandemie nicht zu einem Gedankenkarussell führt, das in einer dauerhaft getrübten Stimmung endet, ist es wichtig, sich auch in dieser Zeit der Verunsicherung und Schicksalsschläge folgende Fragen zu stellen, um sich auf etwas Positives zu fokussieren:

  • Welche Pläne habe ich, die ich unter den gegebenen Bedingungen (vielleicht sogar besser als sonst) umsetzen kann?
  • Was möchte ich vielleicht Neues lernen? Oder gibt es vielleicht alte Projekte, die aufzugreifen sich lohnen würde?
  • Wie kann ich mir selbst etwas Gutes tun, was meine Resilienz erhöht und mich besser mit dem Stress umgehen lässt?
  • Welche Stärken besitze ich, die mir oder auch anderen in dieser Krise helfen können?
  • Wie kann ich mich in Achtsamkeit üben und was bedeutet es für mich, der Pandemie und meinen Mitmenschen achtsam entgegenzutreten?

Ich jedenfalls werde mich jetzt mit der Online-Lehre auseinandersetzen. Zu der Konferenz an der University of Kansas anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Stärkenperspektive kann ich zwar nicht mehr fahren, aber es wird zu diesem Anlass ein aufgezeichneter internetbasierten Vortrag von mir und meinem Kollegen Matthias Müller gezeigt werden. Und dafür muss ich noch etwas üben!

Bleibt gesund und setzt zwischendurch die Stärkenbrille auf!

Herzliche Grüße an euch alle aus dem Homeoffice!

Corinna

One Reply to “Starke Gedanken in schwierigen Zeiten”

  1. Liebe Corinna,
    danke für die Zeilen und den Optimismus immer wieder Ressourcen zu sehen. Ich stehe da an deiner Seite. Auch ich lerne mit den Medien neu umzugehen und biete im Männernetzwerk Dresden e.V. ein Virtuelles Männercafe an…
    Bald auch ein Männerforum zum Jmganc der Männer mit dieser Krise…
    Alles Liebe Jend

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